Stoffsucht

Vor eineinhalb Jahren war ich noch weit entfernt davon.. Nun sitze ich fast täglich an meiner Nähmaschine und wöchentlich an meinem Plotter..

Farbig ist der rote Faden.

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Grossartiges

Grossartiges hatte ich vor, es fühlte sich an wie ein Sechser im Lotto! Leider löste sich dann alles wieder in Luft auf, halt wie das so mit Sechser im Alltagslotto ist.

Von vorne: Grosskind in den KiGa verabschiedet, Kleinkind merklich müde und Mittelkind geht spontan zum Nachbarskind spielen. Während ich die Ruhe geniesse und vorfreudig auf die nächste halbe Stunde schaue (und eben grossartige Pläne schmiede, sprich ohne Kindergeschrei mit der Steuerverwaltung telefonieren und anschliessend die Zeitung vom Sonntag weiterlesen), schläft Kleinkind beim Stillen ein. Im Nachhinein gesehen war das dann der perfekteste Moment des Nachmittags. Jedenfalls lege ich Kleinkind vorsichtig in den Stubenwagen und yessss, es schläft weiter! Freiheit! Ruhe! Niemand braucht mich, niemand ruft mich, niemand haut und plagt niemand anderes! Selbstverwirklichung, ich koooomme!

Nur schnell an den PC, dann (ach tschüss Steuerverwaltung) ab aufs Sofa! Ich rücke die Kissen hinter meinem Kopf zurecht, nehme die Zeitung zur Hand – da! Die Haustüre geht auf „MAMIII?!“ Ich versuche den Schaden in Grenzen zu halten, springe auf und bitte Mittelkind flüsternd leise zu sein. Mittelkind möchte die komplette Winter-Regengarnitur anziehen und braucht dazu meine Hilfe. Nun gut, nur nicht diskutieren, einfach helfen, gut ists. Noch kurz zur Nachbarin rüber, ob es in Ordnung ist wenn Mittelkind bei ihnen ist, zwei, drei Minuten gepläuderlet und schleunigst wieder auf Zehenspitzen nach Hause getippelt, kurz auf die Toilette und neuer Sofa-Versuch. Ist wohl nicht schwer zu erraten, wie es weiterging..

Ja genau, Kissen zurecht gedrückt, Zeitung zur Hand genommen, gar nicht erst angefangen zu lesen, denn da war es! Das Geräusch! Der Stubenwagen gab einen sanften Knacks von sich, zwei Sekunden später noch einen (diesmal etwas fordender) und dann das Weinen von Kleinkind.

Fertig.

Freizeitsblockade

Grosskind und Mittelkind sind zufrieden  draussen am Spielen, gerade zwischenverpflegt und so wie ich hören kann, fröhlich. Kleinstkind ist vor wenigen Minuten eingeschlafen und liegt im Stubenwagen.

Für einen klitzekleinen Moment kam schon der Freie-Zeit-Stress (huh, Zeit für mich. Wie nutze ich diese Minuten nun möglichst effizient und sinnvollst?!) auf, doch eine Sekunde später schon fiel draussen Mittelkind mit dem Trotinett um und Kleinstkind wachte auf. Gerade nochmal Glück gehabt.

Start – ein feierlicher Moment

Tja nun, da haben wir’s. Mein Blog. Dank M.’s Inspiration!

Dieser nun feierlicher Moment wird von meiner Umgebung quittiert mit „Uuuuhhh Mamiiii, ich will aber NICHT aufräumen Mamaaaaa!!“ (Kind 1), „Mamiii, ich will auf Deinen Schoss“ (Kind 2), und herumturnen auf meinem linken Arm (Kind 3). Es könnte schlimmer sein. Aber auch feierlicher.